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Interview mit einem Lebensretter

Am 30. Dezember 1996 konnte Herr Renner seine Nachbarin aus Ihrer brennenden Wohnung befreien. Für unsere Rauchwarnmelderaktion erklärte er sich bereit, uns ein Interview zu geben.

RAPITRONIK: Herr Renner, wie sind Sie auf den Brand im Nachbarhaus aufmerksam geworden?

Herr Renner: Die Nachbarin über uns schrie mitten in der Nacht laut "Feuer, Feuer".
Ich lief sofort zu ihr rauf, da ich dachte es brenne bei ihr. Aber als sie auf mein Klingeln öffnete, sagte sie mir, dass es im Nebenhaus brennt.

RAPITRONIK: Wie haben Sie darauf reagiert
und gehandelt?

Herr Renner: Ich lief wieder in meine Wohnung und sagte meiner Frau, sie soll sofort die Feuerwehr rufen. Ich zog mich in der Zwischenzeit an, holte einen Eimer Wasser mit Handtüchern und lief zum Nebenhaus. Mit mir kam noch ein Nachbar mit Freunden aus unserem Haus dazu.

Wir sahen, dass aus dem Wohnzimmer meiner Nachbarin im 2. Stock schon meterhohe Flammen schlugen. Wir klingelten an allen Klingeln, um ins Haus zu gelangen. Dann liefen wir in den 2. Stock, öffneten die Tür zum Gang der Wohnungen und mussten sofort zurückweichen. Der Rauch war schon zu dicht und zu heiß, dass wir nicht alle zusammen zur Wohnungstür der Nachbarin laufen konnten. Mit feuchten Handtüchern vor Mund und Nase liefen wir immer einzeln zur Wohnungstür um sie einzutreten. Einzeln deshalb, falls man im Rauch zusammenbrechen würde, könnten einem die Anderen noch helfen. Als die Polizei raufkam und uns rausschicken wollte, hatten wir es geschafft und die Türe aufgebracht. Wir zogen die bewustlose und verletzte Frau in das Treppenhaus und trugen sie dann ins Freie, wo schon die Feuerwehr und der Notartzt eintrafen. Zu diesem Zeitpunkt brannte schon die gesamte Wohnung lichterloh bis zur Wohnungstüre. Wie man hörte war die Nachbarin ein Messi. Deshalb war der Wohnungsbrand so heftig.

RAPITRONIK: Hätte man durch einen Rauchwarnmelder den Brand frühzeitiger unter Kontrolle bringen können?

Herr Renner: Ein Rauchmelder hätte den Brand zwar nicht verhindern können aber vielleicht hätte er die Nachbarin eher warnen können, so dass sie es noch rechtzeitig aus der Wohnung geschafft hätte. Leider verstarb sie nach ein paar Monaten auf Grund ihrer Brandverletzungen.

RAPITRONIK: Haben Sie sich nach diesem Ereignis selbst Rauchwarnmelder angeschafft?

Herr Renner: Das ganze geschah 1996 und da war das Thema Rauchmelder noch nicht aktuell. Nein, ich selbst habe noch keinen Rauchmelder in der Wohnung. Wie es so ist - man denkt daran, dass man sich einen zulegen möchte aber dann gerät das Ganze wieder in Vergessenheit. Die Firma RAPITRONIK hat meine Wohnung jedoch nach dem Interview mit Rauchwarnmeldern ausgestattet.

RAPITRONIK: Sie haben Ihrer Nachbarin das Leben retten können und erhielten somit die bayerische Lebensrettermedaille. Welche Vorteile oder Vergünstigungen dürfen Sie nach Erhalt dieser Auszeichnung genießen?

Herr Renner: Ich darf jetzt mit einer Begleitperson bis an mein Lebensende in alle bayrischen Schlösser und Museen und auf allen bayrischen Seen kostenlos mit den Ausflugsschiffen fahren. Desweiteren dürfte ich zu allen großen Anlässen und Empfängen meine Medaille tragen.

RAPITRONIK: Wir bedanken uns für Ihren Einsatz und das Interview.